Die verschiedenen Grillmethoden
Direkt (Grillen): 160 – 300 Grad
Bei der direkten Methode wird das Grillgut auf dem Rost direkt über die glühenden Kohlen gelegt und erhitzt. Damit beide Seiten gar werden, muss es nach der Hälfte der Garzeit gewendet werden. NUR 1 MAL WENDEN!
Diese Methode eignet sich für Steaks, Hamburger, Koteletts und andere Speisen mit kurzer Garzeit (bis zu 25 Minuten).
Indirekt (Barbecue): 160 – 200 Grad
Das Grillgut liegt nicht über der Glut, sondern in der Regel über einer Tropfschale, die eventuell mit Flüssigkeit gefüllt ist. Das Brennmaterial wird neben der Tropfschale aufgehäuft. Daher indirektes Grillen.
Die indirekte Grillmethode ist ähnlich dem Garen in einem Backofen. Der Hitzeanstieg, reflektiert durch den Deckel und der Innenfläche des Grills, grillt das Grillgut gleichmäßig von allen Seiten. Die zirkulierende Hitze arbeitet wie ein Umluftofen, man braucht das Grillgut nicht wenden. Besonders geeignet für Grillgut das länger als 25 Minuten gegrillt werden muss, oder das zu empfind-lich ist, um bei direkter Grillmethode gegrillt zu werden (austrocknen, anbrennen). Zum Beispiel: Gemüde, Braten, Rippchen, ganze Hähnchen, Truthähne oder Fischfilets. Je nach Größe und Temperatur von 2 bis 5 Stunden.
Barbecuen/Smoken: 90 – 120 Grad
Das Feuer/Glut befindet sich in der seitlich angebrachten Feuerbox und die Köstlichkeiten garen auf niedriger Temperatur. Möglichst Fruchtbaumholz verwenden. Die Temperatur wird über die Lüftungsöffnung geregelt. Kein Fettbrand und kein Wenden des Grillgutes ist mehr nötig. Garzeiten von 3 und mehr Stunden.
Räuchern/Smoken: 60 – 90 Grad
Die Glut wird gleich wie beim Barbecuen in der seitlich angebrachten Feuerbox eingesetzt, nur werden dabei alle Lüftungsklappen so weit wie möglich geschlossen und es entsteht eine starke Rauchentwicklung. Mit der Auswahl der Holzsorte kann man die Rauchintensität und die Geschmacksrichtung bestimmen. Hier braucht man Geduld. Bis zu 24 Stunden Garzeit sind keine Seltenheit.
Kalträchern: 20 – 25 Grad
Diese Räuchermethode ist heute nicht mehr ganz so verbreitet wie das „Heißräuchern“ oder Smoken, da es sehr zeitaufwendig ist. Die Geduld wird hier ganz besonderst auf die Probe gestellt.
Je nach Größe und Gewicht bis zu 90 Stunden.