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Kochen wie die Einwanderer Amerikas

Der Dutch-Oven war schon bei  den Einwanderer Amerikas wegen seiner Vielseitigkeit und Haltbarkeit sehr beliebt. Sie verwendeten ihn zum Kochen, Backen, Fritieren, Braten, Schmoren, für Eintöpfe usw. Für manche Einwanderer war er so wertvoll, dass sie ihn nach dem Tod per Testament weitergegeben haben. Selbst auf der Statue zum Gedenken der "Mormon Handcart Pioneers" in Salt Lake City ist er verewigt.

DutchOven-2abaDer Dutch-Oven ist ein schwerer dickwandiger Topf aus Guseisen mit einem exakt passenden Deckel. Dies erlaubt eine optimale Wärmeverteilung. Durch die spezielle Bauform mit drei Füßen sowie einem Deckel mit Rand, kann man die Grillkohle, Grillbriketts oder Holzglut sowohl unter den Dutch-Oven, als auch auf dem Deckel aufbringen. Damit erreicht man eine nahezu perfekte und sehr gleichmäßige Wärmeverteilung, die durch die Materialstärke über einen langen Zeitraum gespeichert wird.
Aufgrund des schweren und eng schließenden Deckels erreicht man im Innenraum einen Effekt, ähnlich dem Schnellkochtopfprinzip. Die Speisen garen in der Regel schneller als im Ofen, weil im Dutch-Oven ein höherer Druck herrscht und auch eine gleichmäßigere Wärmeverteilung stattfindet.


DutchOven-2abaDen Deckel kann man auch als eine Art Bratpfanne verwenden. Dazu wird er mit der Oberseite nach unten auf einen speziellen Deckelständer gelegt und von unten mit einigen wenigen Kohlen beheizt. So kann man Steaks, Speck, Spiegeleier oder Pfannkuchen auf eine sehr einfache und rustikale Art zubereiten. Mit ein wenig Übung ist ihr Dutch-Oven garantiert ein Highlight auf jeder „Winterparty“.
Um mit einem Dutch-Oven kochen zu können benötigt man lediglich den Dutch-Oven, einen Deckelheber, einen Deckelständer, hitzebeständige Schutzhandschuhe und natürlich eine kleine Feuerstelle, Brennmaterial und eine Kohlenzange.

 

Richtline für die Anzahl der Kohlen/Briketts um eine bestimmte Temperatur zu erreichen
Die erste Zahl steht für die Gesamtzahl der Kohlen/Briketts. In der Klammer steht die Stückzahl auf dem Deckel und die zweite für unter dem Dutch-Oven.

Größe 160º C 175º C 190º C 205º C 220º C 235º C
 8"  15 (10/5)
 16 (11/5)
 17 (11/6)
 18 (12/6)
 19 (13/6)
 20 (14/6)
 10"  19 (13/6)
 21 (14/7)
 23 (16/7)
 25 (17/8)
 27 (18/9)
259 (19/10)
 12"  23 (16/7)
25 (17/8)
27 (18/9)
29 (19/10)
 31 (21/10)
33 (22/11)
 14"  30 (20/10)
 32 (21/11)
 34 (22/12)
 36 (24/12)
 38 (25/13)
 40 (26/14)
 16"  34 (22/12)
 36 (24/12)
 38 (25/13)
 40 (27/13)
 42 (28/14)
 44 (30/14)


Was kann ich im Dutch-Oven zubereiten:

Mittlerweile gibt es drei deutschsprachige Kochbücher mit Dutch-Oven-Rezepten. Sie können im Dutch-Oven backen, garen, dünsten, frittieren und braten. Im Prinzip alles was sie auch am heimischen Herd zubereiten können.
Für die Dauer der Zubereitung gibt es keine Universalangaben da diese von der Außentemperatur, Holz- oder Kohleart und dem Wind abhängig ist.

WICHTIG:
Neue Dutch-Oven muss man vor dem ersten Gebrauch gründlich reinigen und trocknen lassen. Anschließend Einbrennen. Am besten eignet sich dafür ein Kugelgriller. Zuerst den kompletten Dutch-Oven mit einem Hitzebeständigen Öl einreiben (Sonnenblumen- oder Nußöl) und den Topf verkehrt (mit der Öffnung nach unten) auf den Grillrost legen. Den Deckel auf die Füße des Dutch-Oven legen und bei ca. 200 Grad rund eine Stunde einbrennen lassen. Es sollte eine schwarze Patina entstehen. Sollte dies nicht der Fall sein, einfach den kompletten Vorgang wiederholen.
Dieser Vorgang dient zum Rostschutz und erzeugt eine Art Antihaftbeschichtung. Sollte die Patina einmal verloren gehen (beim reinigen mit einem Spülmittel oder bei schlechter Lagerung) einfach nochmals einbrennen.
Bei längerer Lagerung zwichen Topf und Deckel eine gefaltete Zeitung legen damit die Luft zirkulieren kann und er nicht "ranzig" wird.
Auf keinen Fall die Speisen im Dutch-Oven aufbewahren! Gerade bei Säuren in der Speise setzt der Dutch-Oven innerhalb von wenigen Stunden Rost an. Die Speisen grundsätzlich immer nach der Zubereitung in ein anderes Gefäß umfüllen.
Den Dutch-Oven nur mit warmen Wasser ausspülen. Sollte sich am Boden ein Ansatz gebildet haben, Wasser einfüllen und nochmals erwärmen. Zum Schutz der Patina den Dutch-Oven nach der Reinigung mit etwas Öl auswischen.
Mit etwas Pflege hält er mehrere Generationen lang.

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